Wanderbericht Mittwoch, 21. Oktober 2026 – Von Straß in Richtung Bilstein
Auf historischen Spuren und mit herrlichen Ausblicken unterwegs“ – unter diesem Motto stand die Seniorenwanderung der ehemaligen Telekom-Kolleginnen und -Kollegen am 21. Oktober 2026.

Bei passendem, herbstlichem Wetter trafen sich am Mittwoch 29 wanderfreudige Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 10:00 Uhr am Parkplatz des Sportheims in Hürtgenwald-Straß. In seiner heimatlichen Region begrüßte Wanderführer Ernst die gut gelaunte Gruppe. Auch einige neue Wanderfreundinnen sowie die beiden vierbeinigen Begleiter Paula und Sam waren mit von der Partie und gespannt auf die angekündigte Tour.
Von Straß aus führte uns der Weg zunächst in Richtung Horm. Dort tauchten wir in ein kleines Waldgebiet ein und begaben uns auf die Spuren einer längst vergangenen Zeit, des jahrhundertelangen Bleierzabbaus in unserer Region. Unser erster Haltepunkt lag am Hülsberg, im Bereich des sogenannten Teufelslochs, nahe dem historischen Bergbaugebiet Ussief. Unterhalb unseres Standortes erstreckt sich die Mülldeponie Horm. Was heute ein ganz anderes Gesicht zeigt, war einst ein bedeutendes Gelände des historischen Tagebaus, dessen Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen.
Ein Stück weiter folgten wir dem Kufferather Bergbauwanderweg und entdeckten die Ruine einer ehemaligen Erzaufbereitungsanlage. Unterwegs wartete noch eine ganz besondere Überraschung auf uns. Ein großes, kunstvoll aus zahlreichen Hufeisen gefertigtes Herz. Dieses außergewöhnliche Kunstwerk bot ein tolles Fotomotiv und sorgte für so manchen bewundernden Blick.
Anschließend führte unsere Wanderung in die Umgebung von Langenbroich, das als einer der Wohnorte des Schriftstellers Heinrich Böll bekannt ist. Größtenteils auf befestigten Wald-, Feld- und Wiesenwegen ging es durch die abwechslungsreiche Landschaft weiter. Im Bereich des ehemaligen Blauen Sees passierten wir markante Buntsandsteinfelsen mit ihrem sagenumwobenen Teufelsloch. Durch den kleinen Ort Bilstein gelangten wir schließlich zum historischen Keltenwall, einem eindrucksvollen Relikt aus längst vergangenen Zeiten, das von der bewegten Geschichte dieser Gegend zeugt.
Einige leichte Anstiege sorgten im weiteren Verlauf für Abwechslung und machten gelegentliche Verschnaufpausen willkommen. Unser nächstes Ziel war der Hemgenberg. Durch ein kleines Waldstück und eine beschauliche Heidelandschaft näherten wir uns einem der schönsten Aussichtspunkte unserer heimischen Region.
Oben angekommen, wurden wir für unsere Mühen reichlich belohnt. Hoch über dem Rurtal eröffnete sich uns ein beeindruckender Rundblick über das Jülich-Dürener Land bis hin zur Köln-Bonner Bucht und zum weitläufigen Siebengebirge. Bei dieser herrlichen Aussicht ließ es sich wunderbar verweilen. Mitgebrachte Süßigkeiten und Erfrischungen sorgten für neue Energie, bevor wir den Rückweg antraten.
Dieser führte uns vorbei an Feldern und Wiesen sowie durch ein Waldstück zwischen Bilstein und Bergheim zurück nach Straß. Nach knapp zehn Kilometern erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt am Vereinsheim. Hinter uns lag eine abwechslungsreiche Wanderung, die Naturerlebnisse, herrliche Ausblicke und spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte unserer Heimat miteinander verband.
Zum gemütlichen Abschluss waren Plätze im uns bestens bekannten und beliebten Restaurant Olivengarten in Birgel reserviert. Bei erfrischenden Getränken, angeregten Gesprächen und dem reichhaltigen Angebot der Küche ließen wir es uns gut gehen. In geselliger Runde klang ein weiterer gelungener Wandertag aus, der sicherlich allen Beteiligten in schöner Erinnerung bleiben wird.
Mit einem lachenden und einem etwas wehmütigen Auge blicken wir nun auf unseren Wanderkalender: Die reguläre Wanderung im Oktober war zugleich die vorletzte Tour unseres Wanderprogramms für das Jahr 2026. Ganz vorbei ist die Wandersaison aber noch nicht! Am Donnerstag, dem 19. November, treffen wir uns zur traditionellen Abschlusswanderung mit anschließendem Reibekuchenessen. Darauf freuen wir uns schon jetzt.
(E. S.)
